Hannes Gräning

Unser Onboarding: Selbstorganisiert – mit Buddy als Safe Space

Ein guter Start entscheidet oft darüber, ob man in einer neuen Rolle wirklich ankommt: fachlich, sozial und kulturell. Wir nehmen Onboarding deshalb nicht als „Checkliste fürs Ankommen“, sondern als bewussten Prozess, der die Brücke schlägt zwischen „jemand startet bei uns“ und „jemand kann hier sein Potenzial entfalten“.

Gerade weil wir viel remote arbeiten und häufig Kolleg:innen an Bord holen, die neue Wege gehen, braucht es ein Onboarding, das Orientierung gibt – ohne zu bevormunden. Unser Benefit dafür: das Boarding-Board (unser Onboarding-Board in GitLab) und ein Buddy-Programm, das gezielt Vertrauen und Selbstständigkeit stärkt.


Das Boarding-Board: dein zentraler Platz für die ersten 6 Monate

Wenn du bei uns startest, bekommst du ein eigenes Onboarding-Board. Dieses Board ist nicht „für HR“, nicht „für deine Führungskraft“ und nicht „für die Ablage“ – sondern dein persönlicher Guide durch die ersten Monate.

Das Boarding-Board funktioniert wie ein Kanban-Board: Alle Aufgaben liegen zunächst in „To do“ und wandern von dir Schritt für Schritt nach „Done“. Die einzelnen Aufgaben nennen wir Issues/Tickets.

Wichtig dabei:
Das Board ist so aufgebaut, dass du dich möglichst selbstständig einarbeiten kannst – im Sinne unserer Selbstorganisation. Du entscheidest mit, passt an, ergänzt und machst es zu deinem Onboarding.


Selbstorganisiert – aber nicht allein

Selbstorganisiertes Onboarding heißt bei uns nicht „viel Spaß, frag halt irgendwen“. Es heißt:

  • Du bekommst eine klare Struktur, die dich durch die Inhalte führt.
  • Du wirst ermutigt, Themen eigenverantwortlich zu bearbeiten.
  • Du hast jederzeit Unterstützung – durch deinen Buddy und durch alle Kolleg:innen.

Damit das zuverlässig funktioniert, gibt es bereits für die ersten sechs Monate einen festen Buddy-Termin pro Woche in deinem Kalender. So entsteht Kontinuität – auch im Remote-Setting.


So findest du dich im Board zurecht: Labels statt Rätselraten

Damit du auf einen Blick siehst, worum es in einem Ticket geht, arbeiten wir mit Labels. Sie helfen dir, Tickets einzuordnen – nach Verantwortlichkeit, Inhalt, Zeithorizont, Rolle und Relevanz.

1) Verantwortlichkeit: alleine oder mit Buddy

  • Newbie & Buddy: Tickets, die ihr gemeinsam besprecht (typisch im Buddy-Termin)
  • Newbie: Tickets, die du eigenständig erledigen kannst

2) Inhalt: Orga, Technik, Kultur, Struktur

  • Orga: Absprachen, organisatorische Aufgaben
  • Technik: Setup, Tools, Zugänge
  • Kultur: „How we do things around here“
  • Struktur: Wie wir aufgebaut sind, wie Dinge zusammenhängen

3) Zeithorizont: eine realistische Roadmap

Vom Start bis Monat 6 ist das Board so getaktet, dass du nicht alles in Woche 1 „durchdrücken“ musst. Es gibt z. B. Tickets für:

  • Woche 1
  • 2., 3., 4. und 6. Monat

4) Rolle: passend zu deinem Job

Je nachdem, ob du z. B. als Berater:in oder Entwickler:in startest, bekommst du relevante Tickets.

5) Relevanz: Must-haves vs. nice-to-have

  • Prio: wichtig für ein erfolgreiches Onboarding und eine gute Probezeit
  • Optional: sinnvoll, aber nicht zwingend

So entsteht ein Onboarding, das dich nicht überfordert, aber auch nichts „dem Zufall“ überlässt.


Der Buddy: Wegweiser:in, Sparringspartner:in – und Safe Space

Das Buddy-Programm ist das zweite Kernstück unseres Onboardings. Dein Buddy begleitet dich durch die ersten Monate als:

  • Safe Space
  • Wegweiser:in
  • erste Anlaufstelle
  • Vernetzer:in ins Team

Und ganz wichtig: nicht als Bewerter:in.

Dein Buddy gibt kein formales Feedback im Rahmen der Probezeit und ist nicht an der Entscheidung beteiligt, ob du bleibst. Diese klare Rollenabgrenzung ist bewusst so gewählt – denn nur so entsteht echte Offenheit.

Warum „Safe Space“ so wichtig ist

In einem neuen Job gibt es fast immer Momente wie:

  • „Ich verstehe das gerade nicht – ist das schlimm?“
  • „Ich habe Angst, eine dumme Frage zu stellen.“
  • „Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen und die Realität zusammenpassen.“

Wenn du weißt: Das bleibt vertraulich zwischen uns und hat keine Konsequenzen, dann kannst du solche Themen früh ansprechen. Und genau das macht Onboarding wirksam: Probleme werden nicht „ausgesessen“, sondern gelöst – bevor sie groß werden.


Was Buddys konkret tun (und was nicht)

Die wichtigsten Aufgaben des Buddys

  • Vor dem Start: Zugriff aufs BoardingBoard testen
  • Erster Tag: Passwort übergeben, gemeinsam im BoardingBoard starten (Ticket „Woche 1“)
  • Laufend: präsent sein, regelmäßig einchecken, Fragen klären, dich mit Kolleg:innen vernetzen, durch Tickets begleiten
  • Zur Halbzeit (3. Monat): sicherstellen, dass die Peer-Feedback-Session stattfindet – und danach die Reflexion mit dir begleiten

Was ausdrücklich nicht dazugehört

  • kein formales Probezeit-Feedback
  • keine Entscheidung über deinen Verbleib

Damit ist der Buddy kein „Kontrolleur“, sondern eine echte Unterstützung.


Warum wir so viel Energie ins Onboarding stecken

Wir orientieren uns dabei auch an Erkenntnissen aus Studien (u. a. Gallup): Effektives Onboarding sorgt nachweislich für:

  • höhere Zufriedenheit und Engagement
  • bessere Leistung
  • weniger Stress
  • geringere Fluktuation

Und es gibt noch einen Punkt, der uns wichtig ist: Onboarding ist der Moment, in dem du Frachtwerk zum ersten Mal wirklich erlebst. Es ist unsere Chance zu zeigen, dass wir das halten, was wir nach außen versprechen: eine menschenzentrierte Organisation, in der Selbstorganisation nicht bedeutet „allein“, sondern „befähigt“.


Onboarding, das die wichtigsten Fragen beantwortet

Ein starkes Onboarding beantwortet nicht nur „Wo ist das WLAN?“, sondern auch die tieferen Fragen, die sich fast jede:r am Anfang stellt:

  • Woran glauben wir hier? (Kultur, Prinzipien, Zusammenarbeit)
  • Was sind meine Stärken? (wie du wirksam wirst)
  • Was ist meine Rolle? (Erwartungen, Beitrag, Schnittstellen)
  • Wer sind meine Partner? (mit wem du viel zusammenarbeitest)
  • Wie sieht meine Zukunft hier aus? (Entwicklung, Perspektiven)

Das BoardingBoard liefert dafür Struktur. Der Buddy sorgt dafür, dass daraus echte Orientierung wird – nicht nur Text.


Ein Benefit, der spürbar ist – ab Tag 1

Viele Unternehmen sagen „Wir haben ein gutes Onboarding“. Bei uns kannst du es sehen und erleben:

  • ein persönliches Board als roter Faden für 6 Monate
  • klare, priorisierte Tickets statt Informationsflut
  • feste Buddy-Termine statt „meld dich, wenn du was brauchst“
  • Buddy als Safe Space statt Bewertungsdruck
  • Kultur zum Erleben statt PowerPoint

Und weil wir das BoardingBoard kontinuierlich verbessern, freuen wir uns auch über Feedback: Wenn dir etwas fehlt oder du eine Idee hast, wird Onboarding bei uns nicht „abgehakt“, sondern weiterentwickelt.


Neugierig geworden?

Wenn du einen Einstieg suchst, der dir Selbstständigkeit zutraut – und gleichzeitig echte Begleitung bietet – dann ist unser Boarding-Board mit Buddy-Programm genau dafür gemacht.

Schau dir unsere offenen Stellen an oder sprich uns an. Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen.

Über Frachtwerk

Die Frachtwerk GmbH wurde im Jahr 2017 in Berlin als Kombination aus Unternehmensberatung und Softwareentwicklung gegründet. Zu den Projektschwerpunkten gehören Smart City, Logistik und Mobilität. An zwei Standorten, in Berlin und Karlsruhe, arbeiten insgesamt 50 Mitarbeiter:innen daran, das Beste für ihre Kunden zu ermöglichen.

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