Mein Name ist Andrii, ich bin 21 Jahre alt und mache meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei Frachtwerk.
Schon seit meinem 16. Lebensjahr interessiere ich mich für Programmierung. Aus diesem Interesse ist mit der Zeit ein konkreter beruflicher Wunsch entstanden: Ich wollte nicht nur theoretisch lernen, sondern wirklich verstehen, wie Software in echten Projekten entwickelt wird.
Gleichzeitig war mein Weg nicht immer einfach. Als Ukrainer nach Deutschland zu kommen und hier beruflich Fuß zu fassen, bringt einige Herausforderungen mit sich. Die Situation in der Ukraine, eine neue Sprache, neue Kommunikationsformen und die Integration in ein neues Umfeld waren am Anfang nicht selbstverständlich.
Gerade deshalb war es für mich besonders wichtig, einen Ausbildungsbetrieb zu finden, in dem ich mich nicht nur fachlich, sondern auch menschlich gut aufgehoben fühle. Genau das habe ich bei Frachtwerk gefunden.

Die ersten Wochen bei Frachtwerk
Trotz der anfänglichen Unsicherheiten war es für mich überraschend leicht, bei Frachtwerk anzukommen. Das lag vor allem an den Menschen, die hier arbeiten.
Von Anfang an hatte ich das Gefühl, willkommen zu sein. Ich musste mir keine unnötigen Gedanken darüber machen, ob ich störe, ob ich zu viele Fragen stelle oder ob ich noch nicht genug weiß. Die Atmosphäre war offen, hilfsbereit und sehr angenehm.
Besonders erwähnen möchte ich meinen Ausbilder Micha. Er hat sehr viel dafür getan, dass mein Einstieg möglich wurde und dass ich mich Schritt für Schritt in die Ausbildung einfinden konnte. Seine Unterstützung hat mir sehr geholfen, meinen Platz bei Frachtwerk zu finden und heute mit mehr Sicherheit über meine Erfahrungen schreiben zu können.
Mein Weg in die Ausbildung und die Berufsschule
Mein Start in die Ausbildung war nicht ganz klassisch. Bevor meine Ausbildung offiziell begann, habe ich zunächst eine siebenmonatige Einstiegsqualifizierung gemacht. Danach konnte ich direkt in das zweite Ausbildungsjahr einsteigen.
Auch die Berufsschule war am Anfang anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Ich hatte erwartet, dass alles deutlich strenger und komplizierter sein würde. In der Realität läuft vieles relativ ruhig und strukturiert ab — natürlich mit Ausnahme der Phasen, in denen man sich auf größere Tests oder Prüfungen vorbereitet.
Die Fächer sind sehr unterschiedlich. Es geht nicht nur um Programmierung, sondern auch um Netzwerktechnik, IoT, Wirtschaftskunde und Gemeinschaftskunde. Dadurch bekommt man einen breiteren Einblick in verschiedene Bereiche der IT und des Berufslebens.
Wie in vielen Schulen hängt auch hier viel von den Lehrkräften ab. Manche Themen werden dadurch einfacher verständlich, andere muss man sich zusätzlich selbst erarbeiten.
Was ich bisher gelernt habe
Schon relativ früh durfte ich an einem echten Projekt arbeiten, das ich gemeinsam mit Kollegen begleitet habe. Das war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung, weil ich dadurch viele Bereiche der Softwareentwicklung praktisch kennenlernen konnte.
Ich habe Einblicke in Backend- und Frontend-Entwicklung bekommen, mit Datenbanken gearbeitet, an Deployments mitgewirkt und auch erste Berührungspunkte mit DevOps-Themen gehabt. Dadurch habe ich besser verstanden, dass Softwareentwicklung nicht nur aus Programmieren besteht, sondern aus vielen zusammenhängenden Schritten.
Außerdem habe ich gelernt, wie wichtig Planung und Kommunikation sind. Dazu gehört, den eigenen Arbeitstag sinnvoll zu strukturieren, Termine mit Kollegen abzustimmen, Aufgaben zu priorisieren und offen zu sagen, wenn man bei einem Problem nicht weiterkommt.
Gerade hier war die Unterstützung der Kollegen sehr wichtig. Wenn ich bei einem Thema nicht weiterwusste, habe ich fast immer jemanden gefunden, der sich Zeit genommen hat, mir etwas zu erklären oder gemeinsam mit mir nach einer Lösung zu suchen.
Arbeitsatmosphäre an erster Stelle
Für mich stehen bei Frachtwerk vor allem die Kollegen und die Arbeitsatmosphäre an erster Stelle. Schon an meinem Probetag hatte ich das Gefühl, dass hier ein sehr angenehmes Miteinander herrscht.
Man wird unterstützt, bekommt Hilfe und kann Fragen stellen — auch von Kollegen, die nicht direkt am selben Standort sitzen, zum Beispiel aus Berlin. Das macht die Zusammenarbeit sehr offen und unkompliziert.
Ein großer Vorteil ist auch, dass es keine unnötig starke Hierarchie gibt. Dadurch entstehen weniger Barrieren in der Kommunikation. Man hat schneller das Gefühl, Teil des Teams zu sein.
Außerdem arbeitet man mit modernen Tools, die im Alltag wirklich genutzt werden. Man lernt nicht nur theoretisch, sondern sehr viel praktisch. Genau diese Praxisnähe macht die Ausbildung für mich besonders wertvoll.

Herausforderungen und Hürden
Natürlich gab es auch Herausforderungen. Am Anfang war vieles neu: das Arbeitsumfeld, die Technologien, die Sprache, die Kommunikation im Team und die Struktur eines Projekts.
Besonders schwierig war manchmal die Menge an neuen Informationen. Man muss viele Dinge gleichzeitig verstehen: Code, Prozesse, Tools, Fachbegriffe und Erwartungen im Arbeitsalltag.
Auch die Angst, Fehler zu machen, war am Anfang da. Mit der Zeit habe ich aber gelernt, dass Fehler zum Lernen dazugehören. Wichtig ist, offen damit umzugehen, Fragen zu stellen und aus den Situationen zu lernen.
Rückblick auf die vergangenen Monate
Rückblickend bin ich sehr zufrieden mit meinem Weg und mit meiner Entscheidung, die Ausbildung bei Frachtwerk zu machen.
Ich habe in kurzer Zeit viel gelernt – fachlich, aber auch persönlich. Besonders wertvoll ist für mich, dass ich nicht nur als Azubi gesehen werde, sondern als Teil des Teams.
Die Ausbildung zeigt mir jeden Tag, dass Softwareentwicklung viel mehr ist als nur Code zu schreiben. Es geht um Zusammenarbeit, Verantwortung, Kommunikation und darum, gemeinsam Lösungen zu finden.
Für die nächste Zeit möchte ich meine technischen Fähigkeiten weiter verbessern, noch sicherer in Projekten werden und Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen.
