Benefits Archives - Frachtwerk https://frachtwerk.fw-web.space/category/benefits/ Fri, 25 Sep 2026 09:29:34 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 https://frachtwerk.fw-web.space/wp-content/uploads/2025/10/fw-icon-blue-150x150.png Benefits Archives - Frachtwerk https://frachtwerk.fw-web.space/category/benefits/ 32 32 Urlaub nach eigenem Ermessen – ein Erfahrungsbericht https://frachtwerk.fw-web.space/urlaub-nach-eigenem-ermessen-ein-erfahrungsbericht/ Fri, 25 Sep 2026 09:29:33 +0000 https://frachtwerk.fw-web.space/?p=7851 “Mach so viel Urlaub wie du brauchst” klingt nach einem recht absurden Konzept und lässt Menschen sofort wittern, dass hier entweder Arbeitnehmer besonders stark waren oder das ganze ein Marketinginstrument des Arbeitgebers ist, das irgendwo einen versteckten Haken hat.Doch erstens gibt es die Begriffe bei uns nicht, zweitens soll das Konzept einfach nur Bürokratie vereinfachen […]

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“Mach so viel Urlaub wie du brauchst” klingt nach einem recht absurden Konzept und lässt Menschen sofort wittern, dass hier entweder Arbeitnehmer besonders stark waren oder das ganze ein Marketinginstrument des Arbeitgebers ist, das irgendwo einen versteckten Haken hat.
Doch erstens gibt es die Begriffe bei uns nicht, zweitens soll das Konzept einfach nur Bürokratie vereinfachen und hat tatsächlich keinen gewollten Haken. Nach fast 10 Jahren Frachtwerk ist nun mal Zeit für ein kleines Zwischenfazit:

Fazit Nummer 1: Es funktioniert tatsächlich. Wir machen einfach alle Urlaub und achten kollektiv drauf, dass sich das Ganze etwas in der Waage hält. Diverse Studien haben gezeigt, dass solche Konzepte eher dazu führen, dass Menschen weniger Urlaub nehmen, als wenn er fix zugesichert wäre. Das war bei uns anfangs vielleicht ganz leicht so, mittlerweile liegen wir seit mehreren Jahren stabil bei knapp über 30 Tagen pro Person.

Fazit Nummer 2: Es klingt spektakulärer, als es ist. Wir haben es bewusst “Urlaub nach eigenem Ermessen” statt “unbegrenzt Urlaub” benannt, denn wir alle wissen, dass das Konzept nur funktioniert, solange wir uns alle fair verhalten. Und sobald die/der Partner:in z. B. fix 28 Urlaubstage hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man selbst – so man denn gemeinsam in die Ferne schweift – auch nicht wesentlich mehr Urlaub in Anspruch nimmt… Und das Dasein als Agentur sorgt durch den regelmäßig recht hohen Projektdruck dafür, dass in der Regel auch nicht unendlich viel Zeit für Urlaub da ist.

Fazit Nummer 3: Es funktioniert, weil die Rahmenbedingungen dazu passen. Unser Führungskonzept basiert ohnehin auf Eigenverantwortung und Transparenz – das schließt z. B. mit ein, dass die Anzahl der genommenen Urlaubstage zwar mit niemandem abgestimmt werden müssen, aber für alle transparent sind. Es bekommen also alle mit, wer 10 und wer (theoretisch) 100 Urlaubstage nimmt.

Doch wie funktioniert das Ganze? Um juristisch halbwegs gegen Missbrauch geschützt zu sein, stehen in unseren Arbeitsverträgen fix 30 Tage Urlaub. Pro Jahr gibt es eine Zusatzvereinbarung, mit der jeweils für ein weiteres Jahr der Urlaub nach eigenem Ermessen festgelegt wird. Urlaub muss bei uns ohnehin nicht beantragt werden – Voraussetzung ist lediglich, dass er mit allen Projektbeteiligten und Kunden abgestimmt ist. Unser New-Pay-Gremium prüft rechtzeitig am Jahresende, dass zumindest der gesetzliche Mindesturlaub genommen wurde (was in der Regel aber der Fall ist!). Und für den Fall, dass jemand eine wirklich längere Auszeit plant, gibt es die Möglichkeit, Sonderurlaub zu nehmen. In unserem Projektdashboard läuft Urlaub als ganz normales Projekt – mit allen Stunden und Kosten, die dadurch entstehen.

Ist Urlaub nach eigenem Ermessen also der Himmel auf Erden? Sicher nicht. Nur eine Marketingmaßnahme? Auch nicht. Aber in unserem Kontext eine sehr entspannte Möglichkeit, mit wenig bürokratischen Aufwand unkompliziert und einfach Urlaub zu nehmen, ohne sich zu viele Gedanken machen zu müssen. Da es – zumindest für den Moment – keine nennenswerten Downsides hat, ist die Nachahmung also absolut empfohlen! 🙂

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Wenn Ideen einfach passieren dürfen https://frachtwerk.fw-web.space/wenn-ideen-einfach-passieren-duerfen/ Tue, 22 Sep 2026 15:42:00 +0000 https://frachtwerk.fw-web.space/?p=7820 Mein Start bei Frachtwerk war recht ungewöhnlich. Ich kam als Workshop-Leiterin für zwei Tage und ging mit dem Wunsch zu bleiben. Klingt kitschtig? So war es aber. In diesen zwei Tagen habe ich etwas erlebt, das ich vorher nicht kannte: die Art, wie Kolleg:innen miteinander umgingen und was selbstverständlich ist. Und irgendwann während dieser Zeit […]

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Mein Start bei Frachtwerk war recht ungewöhnlich. Ich kam als Workshop-Leiterin für zwei Tage und ging mit dem Wunsch zu bleiben. Klingt kitschtig? So war es aber.
In diesen zwei Tagen habe ich etwas erlebt, das ich vorher nicht kannte: die Art, wie Kolleg:innen miteinander umgingen und was selbstverständlich ist. Und irgendwann während dieser Zeit habe ich gemerkt, dass ich das auch will.

Von diesem Miteinander möchte ich ein bisschen berichten. Denn mal ganz ehrlich: Wenn man irgendwo einen neuen Job anfängt, will man doch vorher wissen, wie es dort ist. Nicht nur, was in der Stellenanzeige steht, sondern wie es sich anfühlt, dort zu arbeiten.

Gute Zusammenarbeit entsteht nicht (nur) in Meetings

Gute Zusammenarbeit entsteht nicht nur in Tickets, Projekten und Meetings. Aber wo entsteht eigentlich das Gefühl, wirklich zu einem Team zu gehören?

Unserer Erfahrung nach genau dazwischen. In den Gesprächen zwischen zwei Meetings. In dem, was wir miteinander erleben. In der Art, wie wir kommunizieren. Verbindung ist für uns kein netter Nebeneffekt guter Arbeit, sondern ihre Grundlage. Und weil uns das so wichtig ist, überlassen wir es nicht dem Zufall. Wir nehmen uns aktiv Zeit dafür.

Wenn Ideen einfach passieren dürfen

Eines der schönsten Zeichen für dieses Miteinander ist, dass es niemand von oben verordnen muss.

Ein Kollege hat zum ,Beispiel den „Frachtkeller“ ins Leben gerufen – eine Art Game Jam. Programmierer:innen und Technikbegeisterte kommen zusammen und bauen an einem einfachen, grob umrissenen Projekt. Kein Auftrag, kein Kunde, kein Ergebnisdruck. Anregung zum Spielen, Experimentieren und soziale Zusammenarbeit stehen im Vordergrund.

Zeit ist heute vielleicht das knappste Gut, das wir haben, besonders in einer Welt, in der es ständig darum geht, noch effektiver zu werden. Und trotzdem nehmen wir uns bewusst Zeit füreinander: Zweimal im Jahr kommt die gesamte Organisation für zweieinhalb Tage zusammen. Wir nennen das unsere Teamtage.

Wir nutzen sie, um unser Wissen zu teilen: Kolleg:innen bereiten Workshops vor und geben weiter, was sie können. Und wir nutzen sie für Momente, die keinen direkten beruflichen Bezug haben – Kaffeetasting, Lieblingsbrettspiele, Jam-Sessions oder Lockpicking.

Wer wir füreinander sein wollen

Das alles ist kein Zufallsprodukt. In unserem Travel Guide – einer Art Reiseführer durch unsere Grundausrichtung – haben wir aus unserer Erfahrung heraus festgehalten, wer wir als Kolleg:innen füreinander sein wollen.

Herausgekommen ist ein Bild, das ich sehr mag: Wir sind Gleichgesinnte mit einem gemeinsamen Purpose, die zusammen etwas erschaffen wollen. Daraus können Freundschaften entstehen, müssen es aber nicht.

Es ist das, was gerade da ist. Kein Zwang zur Nähe, aber auch keine Distanz aus Prinzip.

Der Deep Check-in

Einen guten Eindruck davon, wie wir „Miteinander“ denken, gibt auch unser Format „Deep CheckIn“.

Man sucht sich eine Kollegin oder einen Kollegen aus und nimmt sich 60 Minuten Zeit. Nicht für ein Projekt, nicht für ein Status-Update, sondern füreinander. Gemeinsam reflektiert man, wie es einem gerade wirklich geht. Die Fragen klingen dann etwa so: „Wie sehr kann ich mich zurzeit mit Frachtwerk identifizieren – und wo vielleicht weniger?“, „Wie willkommen fühle ich mich?“, „Kann ich meine Stärken einbringen?“

Dahinter steckt eine einfache Überzeugung: Wir sind dreidimensionale Menschen, keine Funktionsträger:innen. Je mehr wir von uns zeigen, desto leichter fällt es uns, Empathie füreinander zu haben, uns gegenseitig zu unterstützen und am Ende auch richtig gut zusammenzuarbeiten.

Miteinander heißt nicht immer Harmonie

Wenn wir Miteinander und Verbindung so wie bisher beschrieben leben, öffnen wir uns natürlich auch für das „Schwierige“: für das offene Wort, wenn etwas nicht passt oder für die Erkenntnis, dass wir über gewisse Dinge eben ganz unterschiedlich denken oder man an einer Stelle vielleicht doch nicht zueinanderfindet. Das kann unbequem sein, und manchmal ist es das auch. Aber wir streben keine Harmonie an, die nur hält, solange niemand etwas anspricht, sondern eine bewegte Harmonie, die auch Reibung aushält und gerade daran wächst.

Das ist nicht selbstverständlich

Auch nach drei Jahren merke ich, dass unser Miteinander kein Nebenprodukt ist. Es ist etwas, das wir jeden Tag aktiv gestalten, manchmal in großen Formaten, oft in kleinen Momenten. Und dieses Miteinander ist für mich etwas, das Frachtwerk im Besonderen ausmacht.

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Menschen sind keine Maschinen: Wenn Arbeit zur Lebensrealität passen darf https://frachtwerk.fw-web.space/menschen-sind-keine-maschinen-wenn-arbeit-zur-lebensrealitaet-passen-darf/ Wed, 02 Sep 2026 14:27:48 +0000 https://frachtwerk.fw-web.space/?p=7709 Menschen sind keine Maschinen: Wenn Arbeit zur Lebensrealität passen darf Menschen sind keine Maschinen. Klingt selbstverständlich. Im Arbeitsalltag wird es trotzdem erstaunlich schnell vergessen. Wir haben gute Tage. Wir haben schlechte Tage. Wir haben Kinder, Eltern, Freund:innen, Arzttermine, Handwerker und manchmal schlicht einen Kopf, der morgens beschließt, heute nicht besonders kooperativ zu sein. Und genau […]

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Menschen sind keine Maschinen: Wenn Arbeit zur Lebensrealität passen darf

Menschen sind keine Maschinen. Klingt selbstverständlich. Im Arbeitsalltag wird es trotzdem erstaunlich schnell vergessen.

Wir haben gute Tage. Wir haben schlechte Tage. Wir haben Kinder, Eltern, Freund:innen, Arzttermine, Handwerker und manchmal schlicht einen Kopf, der morgens beschließt, heute nicht besonders kooperativ zu sein.

Und genau deshalb finde ich die Frage spannend:

Wie organisiert man Arbeit eigentlich, wenn man akzeptiert, dass Menschen ein Leben außerhalb ihrer Arbeit haben?

Es gibt Tage, da ist der Akku einfach leer.

Kennt ihr diese Tage?

Man steht morgens schon irgendwie mit dem falschen Bein auf. Der Kaffee hilft auch nicht. Die Konzentration hat offenbar einen eigenen Termin und jede Aufgabe braucht ungefähr doppelt so viel Kraft und Energie wie sonst.

Ich hatte solche Tage natürlich auch schon.

An einem davon saß ich morgens ungefähr zwei Stunden am Rechner und irgendwann musste ich mir eingestehen: Das wird heute nüscht mehr.

Ich war nicht krank. Ich hatte auch kein Fieber. Es gab auch keinen dramatischen Grund. Ich war einfach nicht gut drauf und mein Akku war leer.

Also hab ich Folgendes getan: Nach einer kurzen Absprache habe ich meinen Rechner zugeklappt und mir den Rest des Tages freigenommen.

Und ja, natürlich bleiben Aufgaben dadurch liegen. Die verschwinden auch nicht aus lauter Rücksichtnahme. Aber manchmal ist es sinnvoller, eine Aufgabe morgen mit voller Konzentration in einer Stunde zu erledigen, als heute vier Stunden angestrengt auf den Bildschirm zu starren und zu hoffen, dass es irgendwie gut wird.

Für mich gehört auch das zu Gesundheit.

Also nicht erst zu reagieren, wenn jemand krank ist, sondern es auch ernst zu nehmen, wenn die eigenen Reserven gerade aufgebraucht sind und vor allem darüber sprechen zu können, ohne erst eine „richtige” Begründung liefern oder schlimmstenfalls mir ausdenken zu müssen.

„Bitte hol dein Kind ab.“

Ein anderer Klassiker beginnt häufig mit einem Anruf.

Die Kita meldet sich: „Mit der Rotznase können wir dein Kind heute leider nicht weiter betreuen. Bitte hol es umgehend ab.“

Der Kalender ist voll, der Tag war genial durchgeplant und um 11 Uhr steht ein Termin drin, später noch zwei Meetings und eigentlich sollte heute unbedingt diese eine Sache fertig werden. Nur hat das Leben allerdings gerade beschlossen, sich nicht für den Kalender zu interessieren.

Bei uns gibt es für solche Situationen eine kurze Checkliste. Abwesenheit kommunizieren, schauen, welche Termine verschoben oder übernommen werden müssen, Kolleg:innen informieren und los.

Am nächsten Morgen stellt sich vielleicht heraus, dass das Kind immer noch krank ist.

Und genau an dieser Stelle finde ich eine unserer Regelungen besonders menschlich und obergeil.

Eltern müssen nicht automatisch morgens mit einem angeschlagenen Kind zum Arzt fahren, nur damit dort ein Papier ausgestellt wird, das bestätigt, was ohnehin längst offensichtlich ist.

Vielleicht hat das Kind die halbe Nacht nicht geschlafen und schläft nun gerade tief und fest. Dann darf und soll es schlafen.

Die Organisation zahlt das Gehalt weiter. Und wenn sich im Laufe des Tages doch eine ruhige Stunde ergibt, in der etwas erledigt werden kann, dann kann das passieren. Wenn nicht, dann eben nicht.

Natürlich braucht Zusammenarbeit Verbindlichkeit. Kolleg:innen müssen wissen, wenn jemand ausfällt und Aufgaben müssen vielleicht neu verteilt werden.

Aber Verbindlichkeit bedeutet für uns nicht, so zu tun, als dürfe im Leben nie etwas Unvorhergesehenes passieren.

Um zwölf ist Pause

Bei uns gibt es einen Zeitpunkt am Tag, an dem erstaunlich viele Kalender gleichzeitig leer werden.

Zwölf Uhr.

Mittagspause für eine Stunde.

Und Mittagspause bedeutet bei uns tatsächlich Pause.

Wenn wir im Office sind, sitzen wir gemeinsam an einem Tisch. Es wird gegessen, erzählt, diskutiert und gelegentlich auch viel Unsinn gequatscht. Ich mag das sehr.

Manchmal verbringe ich meine Pause aber ganz anders. Dann gehe ich ins Gym. Das kann ich über EGYM nutzen und Frachtwerk übernimmt die Kosten dafür. An dieser Stelle einfach mal Danke, ich liebe die vielfältigen Angebote.

Manchmal verlängere ich auch meine Pause, wenn anschließend keine Termine warten. Dann erledige ich private Dinge oder hänge einfach eine Meditation oder Spaziergang hinten an. Wichtig ist zu erwähnen, dass die Pause auch keinen Produktivitätszweck erfüllen muss. Ich muss nachher nicht leistungsfähiger sein, weil ich Sport gemacht habe. Ich muss keine zehntausend Schritte sammeln oder oder oder… Das klingt vielleicht banal. Ist es aber gar nicht.

Denn Gesundheit besteht nicht ausschließlich aus Fitnessangeboten, ergonomischen Schreibtischen, einen räumlichen Rückzugsort, Getränke- und Süssigkeitsangeboten oder einem Jobrad etc.

Manchmal besteht Gesundheit schlicht daraus, zwischendurch nicht arbeiten zu müssen.

Gesundheit braucht manchmal mehr als eine längere Mittagspause

Es gibt allerdings Situationen, in denen Flexibilität und ein langer Urlaub allein nicht reicht:

  • Manchmal braucht Gesundheit professionelle Unterstützung.
  • Manchmal braucht jemand ein Coaching.
  • Manchmal muss ein Arbeitsplatz angepasst werden.
  • Manchmal ist eine längere Auszeit notwendig.
  • Und manchmal ist jemand einfach länger krank.

Dazu gehören auch Dinge wie Sabbaticals, flexible Arbeitszeitmodelle, Gesundheitsangebote oder die Möglichkeit, die Arbeitszeit dauerhaft zu verändern.

Das Leben bleibt nicht immer gleich

Lebensrealitäten verändern sich. Manchmal für einen Tag. Manchmal für einige Monate, manchmal auch dauerhaft.

Ein Kollege musste sich beispielsweise vorübergehend stärker um seine Mutter kümmern, nachdem diese gestürzt war.

Natürlich kann man versuchen, eine solche Situation irgendwie neben einer unveränderten Arbeitswoche zu organisieren. Pflege hier, Arbeit dort, Termine dazwischen und irgendwann noch schlafen.

Man kann aber auch sagen: Gerade passt meine Arbeitszeit nicht zu meinem Leben. Also hat der Kollege seine Arbeitszeit für eine Weile reduziert. Und wenn daraus eine dauerhafte Veränderung geworden wäre, hätte auch das entsprechend angepasst werden können.

Nicht jede schwierige Lebensphase lässt sich mit zwei freien Tagen erledigen

  • Manchmal braucht jemand über Wochen mehr Zeit für die Familie oder sich selbst.
  • Manchmal verändert sich die eigene Gesundheit (Wechseljahre und ja, auch bei Männern).
  • Manchmal möchte jemand eine Weiterbildung machen.
  • Manchmal braucht jemand eine längere Auszeit.
  • Und manchmal merkt man einfach, dass 35 oder 40 Wochenstunden gerade nicht mehr zum eigenen Leben passen.

Dann sollte die erste Frage nicht automatisch lauten: Wie bekommst du dein Leben wieder passend zur Arbeit?

Bessere Frage: Wie bekommen wir die Arbeit gerade passend zu deinem Leben?

Natürlich funktioniert das nicht immer grenzenlos. Wir arbeiten gemeinsam an Projekten, tragen Verantwortung gegenüber Kund:innen und sind voneinander abhängig. Aber zwischen „alles ist möglich“ und „der Vertrag sagt 35 Stunden!!!“ liegt viiiiiiiiiiel Raum und diesen Raum versuchen wir zu nutzen.

Ach und dann kommen ja auch noch Handwerker

Gesundheit und Lebensrealität bestehen allerdings nicht nur aus den großen Themen des Lebens.

Manchmal kommt einfach der Handwerker. „Wir sind zwischen 8:00 und 16:00 Uhr bei Ihnen.“

Großartig und danke für diese präzise Zeitangabe.

Dasselbe gilt für Arzttermine, Behördentermine oder andere Dinge, die sich hartnäckig weigern, ausschließlich außerhalb der Arbeitszeit stattzufinden.

Nicht jede private Unterbrechung braucht bei uns einen komplizierten Prozess. Die anderen müssen lediglich wissen, wann ich nicht verfügbar bin und warum ich in dieser Zeit nicht verfügbar bin, ist weniger wichtig.

Das Privatleben läuft schließlich nicht jeden Montag bis Freitag exakt gleich. Warum sollte Arbeit es tun?

Gesundheit ist auch eine Frage der Kultur

EGYM ist ein Benefit. Flexible Arbeitszeit ist ein Benefit. Remote arbeiten zu können, ist ein Benefit. Ein Sabbatical ist ein Benefit. Coaching ist ein Benefit etc.

Aber all diese Dinge funktionieren nur dann wirklich, wenn die Kultur dahinter ebenfalls funktioniert.

  1. Ein Fitnessangebot bringt wenig, wenn niemand während des Arbeitstages das Gefühl hat, es auch nutzen zu dürfen.
  2. Flexible Arbeitszeit hilft wenig, wenn Menschen trotzdem das Gefühl haben, sich für jeden privaten Termin rechtfertigen zu müssen.
  3. Und eine Regelung für schwierige Lebenssituationen hilft auch nur wenig, wenn niemand darüber sprechen möchte, weil die Sorge besteht, dadurch weniger belastbar zu wirken.

Gesundheit bedeutet deshalb nicht nur, etwas anzubieten. Sie beginnt viel früher, bei Vertrauen und auch bei der Möglichkeit, offen sagen zu können: Heute geht es nicht besonders gut, dass im Kalender, auch ein privater Termin stehen darf und dem gemeinsamen Umgang, wenn das Leben gerade andere Prioritäten setzt.

Arbeit ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Aber sie ist eben nicht unser ganzes Leben!

Menschen sind keine Maschinen – zum Glück!

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Unser Onboarding: Selbstorganisiert – mit Buddy als Safe Space https://frachtwerk.fw-web.space/unser-onboarding-selbstorganisiert-mit-buddy-als-safe-space/ Wed, 12 Aug 2026 13:52:09 +0000 https://frachtwerk.fw-web.space/?p=7516 Ein guter Start entscheidet oft darüber, ob man in einer neuen Rolle wirklich ankommt: fachlich, sozial und kulturell. Wir nehmen Onboarding deshalb nicht als „Checkliste fürs Ankommen“, sondern als bewussten Prozess, der die Brücke schlägt zwischen „jemand startet bei uns“ und „jemand kann hier sein Potenzial entfalten“. Gerade weil wir viel remote arbeiten und häufig Kolleg:innen an Bord […]

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Ein guter Start entscheidet oft darüber, ob man in einer neuen Rolle wirklich ankommt: fachlich, sozial und kulturell. Wir nehmen Onboarding deshalb nicht als „Checkliste fürs Ankommen“, sondern als bewussten Prozess, der die Brücke schlägt zwischen „jemand startet bei uns“ und „jemand kann hier sein Potenzial entfalten“.

Gerade weil wir viel remote arbeiten und häufig Kolleg:innen an Bord holen, die neue Wege gehen, braucht es ein Onboarding, das Orientierung gibt – ohne zu bevormunden. Unser Benefit dafür: das Boarding-Board (unser Onboarding-Board in GitLab) und ein Buddy-Programm, das gezielt Vertrauen und Selbstständigkeit stärkt.


Das Boarding-Board: dein zentraler Platz für die ersten 6 Monate

Wenn du bei uns startest, bekommst du ein eigenes Onboarding-Board. Dieses Board ist nicht „für HR“, nicht „für deine Führungskraft“ und nicht „für die Ablage“ – sondern dein persönlicher Guide durch die ersten Monate.

Das Boarding-Board funktioniert wie ein Kanban-Board: Alle Aufgaben liegen zunächst in „To do“ und wandern von dir Schritt für Schritt nach „Done“. Die einzelnen Aufgaben nennen wir Issues/Tickets.

Wichtig dabei:
Das Board ist so aufgebaut, dass du dich möglichst selbstständig einarbeiten kannst – im Sinne unserer Selbstorganisation. Du entscheidest mit, passt an, ergänzt und machst es zu deinem Onboarding.


Selbstorganisiert – aber nicht allein

Selbstorganisiertes Onboarding heißt bei uns nicht „viel Spaß, frag halt irgendwen“. Es heißt:

  • Du bekommst eine klare Struktur, die dich durch die Inhalte führt.
  • Du wirst ermutigt, Themen eigenverantwortlich zu bearbeiten.
  • Du hast jederzeit Unterstützung – durch deinen Buddy und durch alle Kolleg:innen.

Damit das zuverlässig funktioniert, gibt es bereits für die ersten sechs Monate einen festen Buddy-Termin pro Woche in deinem Kalender. So entsteht Kontinuität – auch im Remote-Setting.


So findest du dich im Board zurecht: Labels statt Rätselraten

Damit du auf einen Blick siehst, worum es in einem Ticket geht, arbeiten wir mit Labels. Sie helfen dir, Tickets einzuordnen – nach Verantwortlichkeit, Inhalt, Zeithorizont, Rolle und Relevanz.

1) Verantwortlichkeit: alleine oder mit Buddy

  • Newbie & Buddy: Tickets, die ihr gemeinsam besprecht (typisch im Buddy-Termin)
  • Newbie: Tickets, die du eigenständig erledigen kannst

2) Inhalt: Orga, Technik, Kultur, Struktur

  • Orga: Absprachen, organisatorische Aufgaben
  • Technik: Setup, Tools, Zugänge
  • Kultur: „How we do things around here“
  • Struktur: Wie wir aufgebaut sind, wie Dinge zusammenhängen

3) Zeithorizont: eine realistische Roadmap

Vom Start bis Monat 6 ist das Board so getaktet, dass du nicht alles in Woche 1 „durchdrücken“ musst. Es gibt z. B. Tickets für:

  • Woche 1
  • 2., 3., 4. und 6. Monat

4) Rolle: passend zu deinem Job

Je nachdem, ob du z. B. als Berater:in oder Entwickler:in startest, bekommst du relevante Tickets.

5) Relevanz: Must-haves vs. nice-to-have

  • Prio: wichtig für ein erfolgreiches Onboarding und eine gute Probezeit
  • Optional: sinnvoll, aber nicht zwingend

So entsteht ein Onboarding, das dich nicht überfordert, aber auch nichts „dem Zufall“ überlässt.


Der Buddy: Wegweiser:in, Sparringspartner:in – und Safe Space

Das Buddy-Programm ist das zweite Kernstück unseres Onboardings. Dein Buddy begleitet dich durch die ersten Monate als:

  • Safe Space
  • Wegweiser:in
  • erste Anlaufstelle
  • Vernetzer:in ins Team

Und ganz wichtig: nicht als Bewerter:in.

Dein Buddy gibt kein formales Feedback im Rahmen der Probezeit und ist nicht an der Entscheidung beteiligt, ob du bleibst. Diese klare Rollenabgrenzung ist bewusst so gewählt – denn nur so entsteht echte Offenheit.

Warum „Safe Space“ so wichtig ist

In einem neuen Job gibt es fast immer Momente wie:

  • „Ich verstehe das gerade nicht – ist das schlimm?“
  • „Ich habe Angst, eine dumme Frage zu stellen.“
  • „Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen und die Realität zusammenpassen.“

Wenn du weißt: Das bleibt vertraulich zwischen uns und hat keine Konsequenzen, dann kannst du solche Themen früh ansprechen. Und genau das macht Onboarding wirksam: Probleme werden nicht „ausgesessen“, sondern gelöst – bevor sie groß werden.


Was Buddys konkret tun (und was nicht)

Die wichtigsten Aufgaben des Buddys

  • Vor dem Start: Zugriff aufs BoardingBoard testen
  • Erster Tag: Passwort übergeben, gemeinsam im BoardingBoard starten (Ticket „Woche 1“)
  • Laufend: präsent sein, regelmäßig einchecken, Fragen klären, dich mit Kolleg:innen vernetzen, durch Tickets begleiten
  • Zur Halbzeit (3. Monat): sicherstellen, dass die Peer-Feedback-Session stattfindet – und danach die Reflexion mit dir begleiten

Was ausdrücklich nicht dazugehört

  • kein formales Probezeit-Feedback
  • keine Entscheidung über deinen Verbleib

Damit ist der Buddy kein „Kontrolleur“, sondern eine echte Unterstützung.


Warum wir so viel Energie ins Onboarding stecken

Wir orientieren uns dabei auch an Erkenntnissen aus Studien (u. a. Gallup): Effektives Onboarding sorgt nachweislich für:

  • höhere Zufriedenheit und Engagement
  • bessere Leistung
  • weniger Stress
  • geringere Fluktuation

Und es gibt noch einen Punkt, der uns wichtig ist: Onboarding ist der Moment, in dem du Frachtwerk zum ersten Mal wirklich erlebst. Es ist unsere Chance zu zeigen, dass wir das halten, was wir nach außen versprechen: eine menschenzentrierte Organisation, in der Selbstorganisation nicht bedeutet „allein“, sondern „befähigt“.


Onboarding, das die wichtigsten Fragen beantwortet

Ein starkes Onboarding beantwortet nicht nur „Wo ist das WLAN?“, sondern auch die tieferen Fragen, die sich fast jede:r am Anfang stellt:

  • Woran glauben wir hier? (Kultur, Prinzipien, Zusammenarbeit)
  • Was sind meine Stärken? (wie du wirksam wirst)
  • Was ist meine Rolle? (Erwartungen, Beitrag, Schnittstellen)
  • Wer sind meine Partner? (mit wem du viel zusammenarbeitest)
  • Wie sieht meine Zukunft hier aus? (Entwicklung, Perspektiven)

Das BoardingBoard liefert dafür Struktur. Der Buddy sorgt dafür, dass daraus echte Orientierung wird – nicht nur Text.


Ein Benefit, der spürbar ist – ab Tag 1

Viele Unternehmen sagen „Wir haben ein gutes Onboarding“. Bei uns kannst du es sehen und erleben:

  • ein persönliches Board als roter Faden für 6 Monate
  • klare, priorisierte Tickets statt Informationsflut
  • feste Buddy-Termine statt „meld dich, wenn du was brauchst“
  • Buddy als Safe Space statt Bewertungsdruck
  • Kultur zum Erleben statt PowerPoint

Und weil wir das BoardingBoard kontinuierlich verbessern, freuen wir uns auch über Feedback: Wenn dir etwas fehlt oder du eine Idee hast, wird Onboarding bei uns nicht „abgehakt“, sondern weiterentwickelt.


Neugierig geworden?

Wenn du einen Einstieg suchst, der dir Selbstständigkeit zutraut – und gleichzeitig echte Begleitung bietet – dann ist unser Boarding-Board mit Buddy-Programm genau dafür gemacht.

Schau dir unsere offenen Stellen an oder sprich uns an. Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen.

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